Reihe Sprungprobleme Teil 2 – Welche Fähigkeiten beeinflussen das Springen

Heute soll es darum gehen welche Dinge ein Sprungproblem/Stangenproblem auslösen. Dazu ist zu sagen das es sehr viele Auslöser für Probleme am Sprung gibt und diese auch immer in einer Wechselwirkung zueinander stehen.
Da aber viele Hundeführer nicht wissen, wo sie überhaupt ansetzen müssen bzw. worauf zu achten ist, habe ich euch 6 Kategorien (heute 3 morgen 3 ) mitgebracht in die man die meisten Auslöser für Sprungprobleme einordnen kann

Körperliche Vorraussetzungen / Verletzungen/Krankheiten

Das ein Hund auf Grund von einer Verletzung oder Schmerzen ein Sprungproblem haben bzw. Entwickeln kann sollte jedem inzwischen bewusst sein. Dennoch scheint einigen nicht bewusst zu sein das dieses nicht immer offensichtlich ist und so wird oft gewartet bis das Problem auch an anderen Stellen sichtbar ist. Gerade Hunde die “über Nacht” ein Sprungproblem entwickeln, gehören zunächst zum Tierarzt bzw. Physiotherapeuten. Neben dem Rücken, der Gelenke und der Pfoten, sollten dort auch die Augen gescheckt werden.
Neben Verletzungen und Krankheiten kann auch der Körperbau des Hundes Sprungprobleme begünstigen. Grundsätzlich muss man kein Experte sein um den Körperbau seines Hundes seines Hundes zu kennen. Leider ist es so das viele Hundeführer den Charakter, trieb etc. Ihres Hundes perfekt kennen, der Körper des eigenen Hundes aber eine große Unbekannte ist. Und das obwohl wir mit diesem mindestens genauso viel arbeiten wie mit dem Wesen oder dem Trieb. Dabei sind einfache Parameter wie das Verhältnis Rücken/Beine, Körperhaltung etc. Leicht zu erkennen. Und im Zweifel muss ich mir halt einmal zu Beginn der Ausbildung eine fremde Meinung einholen, damit ich weiß mit was ich da arbeite bzw. Mit was mein Hund arbeiten muss. In meinen Augen darf es einfach nicht passieren das sich bei einem Hund der z.b hinten überbaut ist( Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine ) gefragt wird warum dieser Stangen schmeißt oder warum ein Hund mit einem kurzen Rücken zu hoch springt. Sowas gehört zum kleinen 1×1 (grade für Trainer) und muss erkannt werden. Denn solche Hunde haben ohne das gezielte Training von Fähigkeiten die ihre Schwächen ausgleichen keine Chance eine gute Sprungtechnik zu entwickeln.

Gerätefokus
Ein weiteres großes Problem ist der Gerätefokus. Das der Hund seine Aufmerksamkeit auf das Gerät Sprung lenkt auch wenn der Hundeführer sich bewegt etc. Ist essentiell für eine gute Sprungtechnik, denn wer nicht hinschaut kann keinen Absprungpunkt finden, kann nicht abschätzen wie hoch die Hürde ist etc. . Ist der Fokus am Sprung nicht auf diesem, könnte man dem Hund auch gleich die Augen verbinden, der Effekt wäre der gleiche. Dabei ist ganz wichtig zu verstehen, das ausgelegte Spielzeuge mit Blick auf die Sprungtechnik oft eher ein Problem sind als das Sie helfen. Für Hunde die sauber springen und lediglich einen Zug nach vorne entwickeln sollen, sind Spielzeuge optimal, bei Hunden die nicht gut springen und Gerätefokus durch Spielzeugfokus ersetzt wird nicht.

Sprungtechnik
Das Thema Sprungtechnik (Absprungpunkt, Flugkurve, Sprungstile etc. ) hab ich schon so oft zum Thema gemacht das es mich schon langsam nervt. Dennoch hier nochmal der Hinweis, Sprungtechnik ist nichts was vom Himmel fällt und auch nichts das man mit der richtigen Linie gleich mit kauft. Viel mehr muss man dem Hund gezielt eine Sprungtechnik beibringen. Aber da die meisten Hundeführer keine Ahnung von Sprungtechniken haben ist es auch nicht weiter verwunderlich das die Hunde auch keinen Plan haben und dementsprechend Fehler machen.

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